Das betriebliche Gesundheitsmanagement stand beim Vortrag am 22. Oktober im Hotel Alpenhof im Mittelpunkt. Zu der Veranstaltung mit der Referentin und Expertin Susanne Zimmermann, Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement (DHPG Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheit) und Fachkraft Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK), hatte der BDS Augsburg im Rahmen seines monatlichen Unternehmertreffs eingeladen. Die zahlreich erschienenen Gäste lernten an diesem Abend, dass es oft nur die kleinen Stellschrauben und Rädchen sind, die Großes bewirken, wie zum Beispiel neue Rollen an einen Wagen anbringen, so dass er besser läuft oder einfach die Hebehöhe verändern, damit kein Bücken mehr notwendig ist.

Denn rund ein Drittel unseres Tages verbringen wir am Arbeitsplatz. Eine Umgebung, die von Wirtschaftlichkeit und Effizienz geprägt ist. Wir alle wünschen uns, diese Zeit nicht nur produktiv und effektiv zu nutzen, sondern mit unseren persönlichen Ressourcen Gesundheit und Arbeitskraft verantwortlich und achtsam umzugehen. Dabei entsteht leider viel zu oft, und oft auch unbemerkt, eine Dysbalance zwischen dem, was wir leisten sollen und dem, was wir in der Lage sind in dieser Umgebung und unter den vorhandenen Umständen zu leisten.

Dies gilt für die Arbeitnehmer, wie für die Unternehmensführung gleichermaßen. Während einige Betriebe hier schon hervorragend aktiv und präventiv arbeiten, herrschen oftmals noch Vorbehalte seitens der UnternehmerInnen, BGM/BGF sei nur in großen Unternehmen leistbar. BGM/BGF ist individuell skalierbar und rechnet sich bei allen Unternehmen, egal ob mit drei oder mit über 3.000 Mitarbeitern.

Susanne Zimmermann konnte in den letzten Jahren bei weit über 1.000 Arbeitsplätzen nachhaltig darstellen, dass es oft nur die kleinen Stellschrauben und Rädchen sind, die Großes bewirken. Beim Unternehmertreff gab sie uns einen kleinen, aber tiefen Einblick in das spannende Thema.

Arbeitsumgebung und Wohlbefinden sind miteinander vereinbar.
Gesund und effektiv Leistung zu erbringen ist machbar.

Im ersten Teil des Vortrags erklärte Zimmermann was BGM/BGF ist: Definition, Voraussetzungen, Chancen und Möglichkeiten. Sie zeigte, was die richtige Ergonomie am Arbeitsplatz ist, ging auf die Aspekte der Arbeitssicherheit ein, Auswertung und Ergebnisbewertung sowie die Besonderheiten von Büroarbeitsplätzen und die Besonderheiten im Bereich Fertigung und Lager ein. Im zweiten Teil stellte die Expertin für BGM einige Beispiele aus ihrer Praxis vor, ging auf die Ernährung im Schichtdienst ein und zeigte Strategien zur Stressbewältigung vor.

Wichtig ist die Stärkung des Teamgeistes in einer Firma, was man zum Beispiel über eine gemeinsame Aktivität wie einen Firmenlauf oder einen Lauftreff realisieren kann.