Im „BDS UnternehmerTreff“ im Juli 2012 präsentierte der Leiter der Zentralen Getriebtechnik der RENK AG, Dr. Ing. Burkhard Pinnekamp das Unternehmen aber auch die Bedeutung von Kooperationen zwischen der betrieblichen Forschung und Hochschulen.

Dr. Pinnekamp schaffte es brilliant, die hochlomplexe Thematik Getriebe für Laien verständlich zu vermitteln.
Die RENK AG gehört mit 76% zur MAN Diesel & Turbo und trägt mit einem wesentlichen Teil zum positiven Ergebnis der Gesamtgruppe bei.

Der Gründer Johann Julius Renk (4.1.1848 – 3.11.1896) gründete 1873 das Werk mit der Fokussierung auf geschnittene Zahnräder, was hohes Knowhow voraussetzt. Heute verteilen sich die Umsatzanteile auf Panzer-Fahrzeuggetriebe (25%), Schiffsspezielgetriebe (34%), Standardgetriebe (16%) sowie Lager und Kupplungen (25%). In den drei Werken Augsburg (Zentrale), Rheine und Hannover beschäftigt das Unternehmen z.Zt. 1.996 Mitarbeiter. Durch die weltweite Präsenz ist man in permanentem Kontakt mit den Kunden und weiß demzufolge genau wie die Anforderungen des Marktes sich verändern.

Wettbewerbsvorteile sichert man sich durch Innovationen im Bereich Produkt wie in Systemen. Der Markt agiert eher langfristig. Deshalb investiert RENK permanent in technologischen Fortschritt. Nachhaltigkeit prägt die Unternehmenskultur.

Die eigenen Kapazitäten ergänzt das Unternehmen durch enge und langfristige Zusammenarbeit mit Forschungsinstitutionen. Die IT-Technologie ermöglicht heute durch Rechenprogramme „schnell und preiswert“ Denkmodelle zu entwerfen und zu bewerten. Neben der Grundlagenforschung kann man so in Kombination mit den Möglichkeiten der Mechatronik, Produkte zu entwickeln, die die Anforderungen des Welt-Marktes erfüllen oder sogar neue Wege aufzeigen.

So ist RENK heute weltweit führender Anbieter von Spezialgetrieben.
Dr. Pinnekamp erläuterte die wesentlichen Aspekte dieses Geschäftes, er vermittelte unterschwellig, welche Perle moderner Industrie hier am Ort zur Zukunftsicherheit beiträgt.

Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt der Kooperation mit Forschungseinrichtungen ist gleichzeitig, dass man qualifizierte, junge Mitarbeiter rekrutieren kann. Im Laufe der Forschungs-Projekte lernt man sich gegenseitig kennen und schätzen.
Dr. Pinnekamp erwähnte Partnerschaften am Ort. Im Zeitalter des Internet funktioniert Kommunikation zwar weltweit. Aber der persönliche Kontakt durch räumliche Nähe ist oft in Zahlen nicht zu belegen. Deshalb wird man sich auch intensiv im Innovationspark Augsburg engagieren.

Die Fülle an Informationen lassen sich hier nicht wiedergeben, die Dr. Innekamp in seinem Vortrag sowie in der anschließenden Führung durch die Produktion vermittelte. Z.B. das Thema Winkraftanlagen oder den Bereich von Test-Systemen, die RENK weltweit Forschungsenrichtungen für jedwede Art von Getriebeproblemen anbietet.
Ein gelungener Abend, der trotz der sommerlichen Hitze die Teilnehmer bis zum Schluss begeisterte.

Rolf D. Neuburger bedankte sich mit der „Wahren Geschichte“ als Gastgeschenk, aus der er eine vorlas, die ansatzweise eine Parallele zu RENK ansprach. Die US-Regierung hatte der Industrie den Auftrag erteilt ein Militärfahrzeug mit schier unvorstellbaren Anforderungen zu entwickeln. Nach langwierigen Forschungsanstrengungen hieß das Ergebnis: JEEP.

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