Privat wie geschäftlich ist es hilfreich, gesellschaftliche Normen zu beachten. Schon oft war ein erstes Treffen ein Reinfall. Wenn nämlich das Gespräch zur Qual wurde oder man beim Essen gravierend gegen die Benimm-Regeln verstieß. Im Privaten kann das die „große Liebe“ kosten. Im geschäftlichen den „großen Auftrag“. Kaum einer wird jedoch den wahren Grund für das Misslingen des Treffens nennen. Leider.
Gewinnen Sie Sicherheit durch die Tips unserer bewährten Referentin Lydia Morawietz.
Ort:
(Vortrag 19.30 Uhr)
Gemeinschafts-Veranstaltung BDS Augsburg und Medien Forum.

Hotel Alpenhof
Donauwörtherstr 233
86154 Augsburg

Referent/in/en:
Lydia Morawietz

„Willst Du eines Menschen Bildung messen, schau ihm fleißg zu beim Essen!“

Diese Binsenweisheit war der Hintergrund des Referates von Sylvia Morawietz, wenn sie die breite Palette von Aspekten beleuchtete, die ein erfogreiches Essen ausmachen. Das gilt gleichermaßen für ein Tete à Tete zu zweit wie für ein Essen mit Geschäftspartnern. Denn man kann eine wieder wachsende Bedeutung von Benimmformen beobachten.

Sie sprach Aspekte an wie, wer geht zuerst ins Restaurant – Herr oder Dame? Bereits hier gibt es klassische Regeln oder moderne. Der Herr öffnet die Tür, geht dann aber voraus zum Tisch. Oder Hinweise zur Sitzordnung bei offiziellen Anlässen. Hier kann es schnell zu „Verschnupfungen“ besonderer Gäste kommen.

Als ganz wichtig betonte Frau Morawietz: aufrecht sitzen – Arme immer eng am Körper – Ellebogen haben nichts auf dem Tisch zu suchen – das Besteck geht immer zum Mund und nicht der Mund zum Besteck.

Nicht unwesentlich ist der Umgang mit der Serviette und dem Besteck. Die Serviette liegt immer auf dem Schoß. Wenn sie unter den Tisch fällt, sollte man den Ober um eine neue bitten. Besonders für Damen mit Lippenstift gilt: vor jedem Trinken den Mund abtupfen. Mit dem Besteck signalisiert man der Bedienung: ich esse noch weiter, bzw. Sie können abräumen.

Kartoffel, Gemüse und Salat, besonders bei großen Blättern darf man heute schneiden. Das Hantieren mit Messer und Gabel sollte gräuschlos erfolgen.

Weitere Aspekte waren ein unverfänglicher Small Talk, stilvolles Bezahlen und Pünktlichkeit (s.t. oder c.T.)

Jeden der Punkte untermalte die Referentin mit plastischen Beispielen, die zu einer lockeren Atmosphäre beitrugen. Besonders die Zwischenfragen brachten gute Stimmung.

Ein Höhepunkt des Abends war der praktische Teil. Zwei Gruppen zu je drei Personen bat die Referentin, an einem mit allen Utensilien vorbereiteten Tisch (Teller, Gläser, Besteck, Serviette) – ein 5-Gang Menue korrekt einzudecken: Zur Belohnung gab es für jeden einen Bnimm-Führer übers Oktoberfest.

Dieser Teil des Abends brachte viele Oh`s und Ah´s – und beste Stimmung.

Die Gemeinschaftsveranstaltung von BDS Augsburg und Medien Forum war wieder ein gelungener Abend.