Seit 220 Jahren besteht das Familienunternehmen in Schrobenhausen mit über 100 Tochterunternehmen in über 60 Ländern. Bauer ist als Bau- und Maschinenbaukonzern im Tiefbau weltweit führend.

Die Werksführung sowie der Vortrag des Vorstandvorsitzenden Prof. Thomas Bauer vermittelt uns einen faszinierenden Einblick in diesen Spezialbereich der Bauindustrie – aber auch, warum man rund um den Globus besser ist.

Ort:
Bauer Aktiengesellschaft
Bauerstr. 1
86529 Schrobenhausen
Referent/in/en:
Prof. Thomas Bauer

Thomas Bauer – immer in Bewegung

Prof Thomas Bauer ist geschäftsführender Gesellschafter der Bauer AG (1.278 Mio. Euro Umsatz) in Schrobenhausen und stellte dem BDS Augsburg nicht nur sein Unternehmen vor. Er begeisterte seine Zuhörer indem er die Außergewöhnlichkeit seines strategischen Vorgehens leicht verständlich und überzeugend erklärte.

Doch vorher erlebten die Teilnehmer beim Rundgang durch wesentliche Teile der Fabrikation sowie im Freigelände die überwältigenden Dimensionen der Tiefenbohrmaschinen, mit denen man inzwischen Weltmarktführer ist.

Durch die drei Säulen der Unternehmens-Diversifikation – Bau / Maschinen / Ressourcen – überstand man die letzten Krisenjahre ohne nennenswerte Blessuren. Bauer lapidar: Wenn es im einen Teil der Welt Einbrüche gibt, boomt es woanders. Durch ein ausgeklügeltes Controlling-System, das neben dem Finanzbereich auch Details auf Baustellen einbezieht, kennt man in Schrobenhausen permanent den Stand der Dinge und kann sofort Konsequenzen ziehen.

Dies führte auch dazu, dass inzwischen in den über 100 Tochterfirmen weltweit lokale Geschäftsführer tätig sind. Prof. Bauer schilderte anhand von Details äußerst konkret Ursachen und Schlussfolgerungen, was bei den Zuhörern zu Erstaunen und Anerkennung führte.

Ganz generell überzeugte die Bauer-Philosophie, dass man mit Fingerspitzengefühl und viel Diplomatie erfolgreicher agiert als mit den klassischen Methoden moderner Manager. Das gilt besonders im Hinblick auf persönliche Besonderheiten und kulturelle Aspekte von Mitarbeitern und Kunden.

Jetzt einige Fakten:

– So wichtig die Marke „Bauer“ ist, bei der Übernahme von strategisch interessanten Unternehmen agiert Bauer mit den eingeführten Marken.
– 1790 entstand in Schrobenhausen eine Kupferschmiede. 1950 begann man mit einem „Dreibock“ den Brunnenbau in der Region Schrobenhausen. Heute dominieren computergestützte tiefenbohr-Giganten
– Seit 2006 ist die Bauer AG an der Börse. Mit etwas über 48% im Familienbesitz und knapp 52% im Streubesitz.
– Innerhalb Europas ist die Bauer AG als viertgrößtes deutsches Bauunternehmen (nach Hochtief, Bilfinger Berger und Züblin) in Europa die Nummer 57. Und dies als Spezial-Anbieter im Nischenmarkt Tiefenbohrungen.
– Bei Baumaschinen ist Bauer in Deutschland die Nr. drei.
– Die Bauer Mission: Dienstleistungen, Maschinen & Produkte für Boden und Grundwasser .
– Die Bauer Strategie:
 Die Welt ist unser Markt.
 Weltmarktführer für Spezialtiefbau-Technologien.
 Vorreiter in der Entwicklung von Bohrverfahren und Anwendungen für angrenzende Märkte wie Ressourcen, Wasser und Energie.
 Optimierung der weltweiten Organisationsstrukturen und der selbststeuernden Einheiten des Konzerns.
 Jährliche Wachstumsraten von 5 bis 12 %.

Prof. Bauer erläuterte anhand zahlreicher Fotos und Grafiken die Spezifika sowohl der Tiefenbohrungen und Baustellen als auch der entsprechenden Maschinen. Er ging aber auch ein auf Themen wie Personal-Entwicklung Standortfragen, Aus- und Weiterbildung, Produkt-Tests und spezifisch, herausragende Baustellen wie . Flughafen München, Tunnel- und Brückenbauten, in Abu Dhabi, Hongkong, Dammbauten in Florida und Kanada und und. Die faszinierenden Beispiele hätte er endlos ausweiten können.

Der dritte und Zukunft weisende Unternehmens-Bereich ist „Ressourcen“. In seiner bodenständischen Art erklärte Prof Bauer: Wir haben so viel Erfahrung bei allem, was in die Tiefe geht und haben erkannt, dass Wasser Bodenschätze die Ressource der Zukunft ist. Also bieten wir unsere Kompetenz auf diesem Sektor: Wasserreinigungsanlagen, Diamantminen, Bohrungen für -Erdöl-Erdgas und Tiefen Geothermie.

Die Teilnehmer kamen voll auf ihre Kosten. Es war der aufregendste „BDS-Unternehmer-Treff“ seit langem, meinten Viele.