Durchblick und Überblick schaffen, entscheidungsfähig werden und bleiben – in finanziellen Angelegenheiten von Anfang an und dauerhaft, mit und ohne Krisen – wie geht das? Recht einfach – etwa mit Privater Finanzplanung? – Das werden wir uns genauer anschauen – gut gelaunt!
Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörtherstr. 233
86154 Augsburg
Referent/in/en:
Michael Wuermeling

Rund 80% aller Ostdeutschen und 72 % der Westdeutschen könnten sich vorstellen, in einem sozialistischen Staat zu leben, [B]solange für Arbeitsplätze, für Solidarität und Sicherheit gesorgt werde.[/B]

„Soziale Marktwirtschaft ist „ … eine ordnungspolitische Idee, deren Ziel es ist, auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft die freie Initiative mit einem gerade durch die marktwirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden. Auf dieser Grundlage kann ein vielgestaltiges und vollständiges System sozialen Schutzes errichtet werden“.

Diese beiden Statements stellte Michael Wuermeling seinem Vortrag voran und nannte als Ziel des Abends folgende Aspekte:

  • die Notwendigkeit der Finanzplanung für betriebliche und private Investitionsentscheidungen nachvollziehen können.
  • den Markt für Finanzdienstleistungen und die Dienstleistung Financial Planning einschätzen können.
  • Zweck, Potenziale und Instrumente des Financial Planning als auch den Ablauf des Prozesses nachvollziehen können.
  • Ziele und Nutzen privater Finanzplanung erkennen und für sich individuell nachfragen können.

Der Referent ging mit den klassischen Geldberatern in Banken hart ins Gericht. Der Berater sollte seine Dienste so erbringen, dass die Interessen des Kunden im Mittelpunkt stehen. D.h. sein Einkommen darf nicht vom Verkauf von Finanz-Produkten abhängen.

[B]„Deutsche verlieren Milliarden wegen mieser Geldberater“[/B] zitierte Wuermeling die Finanzpresse. Dem Verbraucher muss im Beratungsgespräch klar sein, ob er es mit einem [B]Vermittler[/B] zu tun hat, der vom [B]Verkauf von Finanzprodukten[/B] profitiert und für den die Beratung eine notwendige Vorstufe darstellt, [B]oder mit einem unabhängigen Berater, der von der Beratungsleistung lebt (Honorar). Zur besseren Unterscheidbarkeit und Verlässlichkeit soll ein Berufsbild[/B] des Honorarberaters/[B]unabhängigen Finanzberaters geschaffen und rechtlich verankert werden.[/B]

Anhand vieler Teilaspekte erläuterte Wuermeling worauf es bei der Entscheidung für eine optimale Geldanlage ankommt.

  • Der Berater sollte Produkt neutral, auf den Kunden bezogen beraten – nicht die Umsatzinteressen der Bank im Auge haben.
  • Alter, Lebensumstände und die individuellen Interessen des Kunden sollen Basis der Beratung sein. Ein 30-jähriger hat zwangsläufig andere Schwerpunkte als ein 60-jähriger – ein Single andere als ein Familienvater.
  • In bestimmten Intervallen soll die Situation des Kunden, aber auch die des Marktes überprüft und notfalls angepasst werden. Wichtig ist also eine fortlaufende Planung und nicht eine momentane Verkaufsentscheidung. [I]Wie die Finanzkrise gezeigt hat, ist der Verkauf von Werten mit kleinem Verlust sinnvoller als ein Totalverlust.[/I]
  • Die Risiken im Lebenszyklus sollen realistisch eingeschätzt werden. Ein Drachenflieger ist anderen Risiken ausgesetzt als ein Opernfreund. Ein Selbständiger anderen als ein Beamter.
  • Die private Finanzplanung unterliegt anderen Anforderungen als die unternehmerische. Aber auch hier sind Aspekte wichtig wie Vermögensaufbau, Risikoeinschätzung oder Erbschaftsfragen.
  • Unter dem Stichwort Bilanz – „Magisches Dreieck“ erläuterte Wuermeling die Wechselbeziehung von [B]Liquidität, Chancen und Sicherheit[/B].

An zahlreichen Beispielen – im privaten wie geschäftlichen Bereich – schaffte es der Referent , die trockene Thematik, leicht verständlich, nachvollziehbar aber auch humorvoll, zu vermitteln.

Die Teilnehmer dankten es dem Referenten durch aktives Zuhören und entsprechenden Applaus.

Wichtigste Botschaft:

[B]Ob privat oder geschäftlich – nur wenn die Kasse stimmt, kann das Leben Spaß machen.[/B]