Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörtherstr. 233
86154 Augsburg
Referent/in/en:
Staatssekretärin Dagmar Wöhrl

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Mit Schwung aus der Krise
„Die Konjunkturpakete kommen den Bauherren und Handwerksbetrieben zugute!“

Dagmar Wöhrl MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, auf Einladung von Dr. Christian Ruck MdB in Augsburg beim BDS Augsburg, der MU und dem Bund der Steuerzahler.

Trotz Konjunkturpaketen und Insolvenzen, Dagmar Wöhrl MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, gab sich am Dienstagabend optimistisch. Von „Politik in der Sackgasse?“ keine Spur. Unter diesem provokanten Titel hatten zunächst Rolf D. Neuburger, und Erika Still-Hackl vom Bund der Selbständigen, Stadtrat Thorsten Große, Bezirksvorsitzender der Mittelstands Union Augsburg, Michael von Hohenhau, Regionalverbandsvorsitzender Bayerischer Bund der Steuerzahler, eingeladen. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Christian Ruck hatte diese hochkarätige Veranstaltung mit seiner Nürnberger Parlamentskollegin Dagmar Wöhrl vermittelt.

Insolvenzen und der Schrei von Unternehmen nach der Politik beherrschen derzeit die Wirtschaftsschlagzeilen. Doch der Staat legt nicht die Hände in den Schoss, stellte die Bundeswirtschaftsstaatssekretärin eingangs klar. „Die Bundesregierung stellt einen Regenschirm zur Verfügung. Jetzt ist die Frage, wer darunter darf“, fasste Wöhrl die Lage zusammen.

Bereits jetzt seien rund 1.400 Anträge von Firmen eingegangen. 86 Prozent der Anträge kommen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) und davon sind Anträge für über 1 Milliarde positiv beschieden worden. „Also, die Konjunkturpakete kommen bei den Unternehmen an.“
Auf der anderen Seite gäbe es auch andere Förderprogramme der KfW und des BMWi. Allein beim Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) sind laut Dagmar Wöhrl seit der Krise die Anträge von 250 auf 600 pro Monat gestiegen. All diese Maßnahmen liefen sehr gut an und träfen die Bedürfnisse der Unternehmen.

Konjunkturprogramm kommt in der Region an

„Im zweiten Konjunkturprogramm sind Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen besonders berücksichtigt“, erklärte Dr. Christian Ruck, Bundestagsabgeordneter für Augsburg und Königsbrunn. „Jetzt kommt es darauf an, dass die öffentliche Hand dies schnell umsetzt. Damit die Betriebe hier vor Ort schnell davon profitieren.“ In Augsburg sind wir auf einem guten Weg, betonte Ruck. Insbesondere bei der Sanierung von Schulen, öffentlichen Einrichtungen und der Kongresshalle werden kleinere handwerksnahe Betriebe gewinnen können. Dazu werde beispielsweise die Stadt kleinteilige Ausschreibungen vergeben, die von Bundesmitteln mit finanziert sind. Mit dazu beitragen, wie Ruck vorstellte, werden „Energieerneuerungen im Hausbau“, die vom Bund durch die Kreditförderanstalt für Wiederaufbau (KfW) nun stärker unterstützt werden.

Diese Programme des Bundes werden „den Konjunkturen“ in Industrie, Konsum und Kleinhandwerk zugute kommen, zeigten sich Ruck und Wöhrl überzeugt. Auch müssten „Unternehmen erkennen, dass sie von den jungen Leuten in ihren Betrieben profitieren könnten“.

Fachkräftemangel ist auch Chance für Junge

„Der Ausbildungspakt war ein ganz wichtiger Schritt und hat sich bewährt“, erinnert Wöhrl. In Bayern wird dieser Freiwilligenpakt jedes Jahr übererfüllt. Aber, „600.000 Ausbildungsplätze fest zu schreiben“ ist für Wöhrl der falsche Weg. Durch den demografischen Wandel würden wir immer weniger Schulabgänger haben, umso wichtiger sei es für die Unternehmen, ihre zukünftigen Fachkräfte zu sichern!“ Mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund in die Betriebe zu bekommen, wäre auch wichtig. Dagmar Wöhrl warb deshalb für die „Charta der Vielfalt“.

Wir bedanken uns bei den Vorstandsmitgliedern des BDS Augsburg, Erika Still-Hackel und Hans Peter Heinemann für die Vorbereitung dieses „BDS-Unternehmer-Treff“.

Bei den Bildunterschriften sind die Mitglieder des BDS Augsburg sowie die Gäste, die sich angeldet hatten, mit Namen aufgeführt.