Das südliche Einfalltor Augsburgs – wie es dazu kam und wie es sich im Herbst 2008 darstellt. Von Anfang an sorgte das FCA Großbau-Projekt in Augsburg für Furore. Und das hält an bis heute.

Ohne den persönlichen Einsatz des heutigen FCA Präsidenten Walther Seinsch gäbe es die Arena nicht.

Wir erfahren Einiges, was nicht in der Presse steht und welche Anforderungen ein modernes Fußballstadion heute erfüllen muß.

Ort:
Baustelle an der B 17
und anschließend
in der Stadiongaststätte
am Rosenaustadion.
Referent/in/en:
Rudi Reisch,
Projektleiter Impuls Arena

Jürgen Oberhofer,
Vorstand der impuls AG,

Die Fotos von Nicole Schwab und Susanne Scholz lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Rudi Reisch – Aufsichtrat des FCA und Projektleiter der neuen Augsburger Fußball-Arena – führte durch die Baustelle an der B 17. Die Träger der späteren Tribünen ragten imposant in den abendlichen Himmel. Sie vermittelten bereits eine eindrucksvolle Vorstellung von den Dimensionen des Stadions, das im nächsten Jahr alle begrüßen wird, die vom Süden kommend sich Augsburg auf der B 17 nähern.

ZUKUNFT ORIENTIERTE STADION-PLANUNG UND WIRTSCHAFTLICHES DENKEN FÜHREN ZU BEZAHLBAREN, SINNVOLLEN LÖSUNGEN.

Ähnlich wie im Olympia-Stadion in Berlin wird der Besucher ebenerdig durch den Eingangsbereich in der Mitte der Tribünen das Rund betreten und genauso viel Sitzreihen unter sich wie über sich sehen. Das Fußballfeld liegt ihm zu Füßen. Die Zuschauer werden später so nah am Spielfeld sitzen, dass sie den kleinsten Pickel eines Spielers sehen können. Beste Voraussetzungen für eine super Atmosphäre wie sie sich die Fans wünschen.

Die riesigen Beton-Stützen mussten aus Norddeutschland geliefert werden, weil kein Bauunternehmen aus der Region dazu in der Lage war. Ansonsten ist man aber zufrieden, dass man überwiegend Firmen aus einem Umkreis von 100 Kilometer beschäftigt.

DIE BEDÜRFNISSE DER FANS UND VIPS ERFÜLLEN, OHNE IN SUPERLATIVEN UNTER ZU GEHEN.
DIE FASSADE DER ALLIANZ-ARENA KOSTETE SOVIEL WIE DIE KOMPLETTEN ARENA DES FCA.

Die Westseite der Arena dominiert das Hauptgebäude, das über mehrere Etagen alle wesentlichen Funktionsbereiche aufnimmt: Umkleidekabinen für beide Mannschaften, Polizei, Feuerwehr, Ärzte und Sanitäter – kurz, alles, was ein modernes Stadion für internationale Veranstaltungen benötigt. Großen Wert legten die Konstrukteure auf optimale Bedingungen für die VIP-Bereiche. Denn ein modernes Stadion lässt sich nur wirtschaftlich betreiben, wenn sich gut zahlende Ehrengäste wohlfühlen. Professionelles Catering betreut VIPs und Fans. Kioske im gesamten Rund ermöglichen den Fans während der Pause, Getränke und Essen zu kaufen. Ein Business-Club, ein Premium-Business-Bereich, eine Lounge mit einer Logen-Vorzone, von der aus die Logenbesucher von einer Art Terrasse mit einem Glas in der Hand das Spiel verfolgen können. In den beiden oberen Rängen verteilen sich 520 Logenplätze auf Logen mit jeweils 10 Plätzen.

EIN OPTIMALES PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS ZEICHNET DAS NEUE HIGHLIGHT AUGSBURGS AUS.

In seinem Vortrag im Rosenaustadion beleuchtete Rudi Reisch die herausragenden Aspekte bei der Planung und Realisierung. Die Finanzierung ist einmalig in Deutschland. Eine Investorengruppe um den Vater des Stadions, Walther Seinsch, brachte 25 Mio der Gesamt-kosten von 35 Mio auf. Der Generalunternehmer HBM aus Düsseldorf garantierte den Festpreis.
Die erste Ausbaustufe wird insgesamt 30.777 Plätze bieten, davon 19.575 Sitzplätze. Bei internationalen Spielen sind es dann 25.259 Sitzplätze. In einer späteren Ausbaustufe kann die Platzkapazität auf 42.000 Plätze erweitert werden.

AUCH DIE VERKEHRS-INFRASTRUKTUR ZEICHNET DAS STADION AM STADTRAND AUS.

Das Stadion ist per PKW wie mit ÖPNV optimal erreichbar. Eine Straßenbahnlinie bringt die Zuschauer vom Hbf. zur Endstation. Von dort sind es ca. 400 m bis zum Stadion. Diese Distanz wurde gewählt, damit sich erregte Gemüter nach dem Spiel abkühlen.

Mit dem PKW kommt man von der B 17 oder von Göggingen direkt zu den 2.500 Stadionparkplätzen, bzw. zu weiteren 2.300 Park&Ride Parkplätzen. 188 Busparkplätze sind für auswärtige Besuchergruppen vorgesehen.

Mit der DB ist man in Verhandlungen über einen Bahnhaltepunkt an der Strecke Buchloe / Augsburg.

Planung, Realisierung und eine sinnvolle Verkehrs-Infrastruktur machen das Stadion des FCA am Rande der Stadt zu einem Highlight für Augsburg.