WORKSHOP 17.00 bis 20.00 Uhr

Unternehmen und Arbeitsmarkt sind besonders betroffen von der aktuellen Alterungsproblematik. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden älter, während weniger Jüngere nachrücken. Unternehmen müssen sich rechtzeitig auf die Bedürfnisse einer reifer werdenden Kundschaft einstellen.

Ort:
Hotel Alpenhof,
Donauwörtherstr. 233
Augsburg
Referent/in/en:
Beate Buyer
Dipl.-Theol., Verlags- und Personalfachkauffrau

Mit einem gesunden Altersmix sichern Unternehmen ihre Innovations- und Zukunftsfähigkeit. Teams sind dann besonders erfolgreich, wenn Jüngere und Ältere vertrauensvoll und kooperativ miteinander reden und arbeiten.
Beate Buyer, Unternehmensberaterin, Trainerin und Coach aus Gessertshausen bei Augsburg (www.beatebuyer.de) führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit kurzen Impulsreferaten und Workshop-Elementen durch das aktuelle und für Firmen zunehmend überlebenswichtige Thema.
Demographische Entwicklungen und eine immer kritischer werdende Altersverschiebung in Unternehmen stellt diese vor ungeahnte Herausforderungen. Lange Zeit gingen v. a. größere Unternehmen und die der New Economy allzu leichtfertig mit diesem Thema um, indem ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig entlassen oder in den Vorruhestand geschickt wurden. Hohe Verluste, insbesondere von Erfahrung und Know-how und ein kaum wieder gut zu machender Vertrauensverlust in der Belegschaft sind die Folgen.
Demgegenüber sind es gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die die Potenziale der Älteren kennen und schätzen. Ihnen bietet die gelingende Kommunikation zwischen den Generationen eine hervorragende Basis für effektives und effizientes Arbeiten und für Kreativität und Innovation.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich in Gesprächsgruppen intensiv mit der Kommunikation und gegenseitigen Wahrnehmung Älterer und Jüngerer auseinander. Nicht nur die Jungen begegnen den Älteren häufig mit Vorbehalten. Auch die Beziehung der Älteren zu den Jüngeren ist mit vielen Vorurteilen behaftet. Aussagen wie „Die Jungen sind arbeitsscheu und schielen nur auf Freizeit und Vergnügen.“ sind dabei keine Seltenheit.
Dass Firmen eine besondere Verantwortung haben, darauf hinzuwirken, dass Vorurteile ab- und gegenseitiges Verständnis aufgebaut werden, musste kaum mehr eigens gesagt werden. Beate Buyer zeigte im Kontext verschiedener Felder, insbesondere der Personalentwicklung viele Möglichkeiten auf, wie die Kommunikation sowie das motivierte Miteinander der Jüngeren und Älteren gestärkt werden können.
Junge und Alte müssen einander zuhören, voneinander lernen, insbesondere die Sprache der jeweils anderen Generation verstehen und sprechen lernen, so spitzte Rolf D. Neuburger, stellv. Vorsitzender des BDS, sein Ergebnis zu. Ältere brauchen Geduld und Verständnis für die Jüngeren. Zugleich kommt ihnen eine hohe Bedeutung in der Rolle von Mentoren und Lernpartnern für die Jüngeren zu.
Unternehmen benötigen dringend die Älteren, wollen sie künftig am Markt bestehen. Und nur so haben auch die Jungen eine faire Chance, in ihre Aufgaben und Verantwortungsbereiche langsam hineinzuwachsen, ohne überfordert zu werden und von vornherein in Konflikt mit den älteren Kollegen zu geraten.
5. März 2007
Beate Buyer