Wie schafft es eine Fluglinie, Tickets für nur 19.- EUR anzubieten?

Wie kann ein Unternehmen mit einem kleinen Marketing-Budget einen möglichst werbewirksamen Auftritt erreichen?

Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie bei unserer Auftakt-Veranstaltung für das Jahr 2007.

Germanwings – Die Low-Cost-Airline im internationalen Wettbewerb: Unternehmenserfolg durch Flexibilität

Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörtherstr. 233
Referent/in/en:
Manja Rogler

German Wings – Kleines Budget – Große Wirkung

Die Fotos (Doris Engel) lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Manja Rogler, bei Germanwings verantwortlich für das Marketing in Süddeutschland, erläuterte sehr lebendig wie das Unternehmen trotz engster Kalkulation einen herausragenden Platz unter den Low Cost Airlines erringen konnte.

Germanwings gehört zu 49.9 % zur Lufthansa AG und zu 50,1 % zu Dr. Albrecht Knauf (und anderen). Mi „4½” Standorten wird Germanwings zur nationalen Airline ohne dabei ihre regionale Identität zu verlieren: Stuttgart, Köln, Hamburg, Berlin und München (1/2).

Am 27. Oktober 2002 nahm man den Flugbetrieb auf, der sich rasant entwickelte : Die Passagierzahlen zwischen 2003 und 2006 stiegen von 2.4 Millionen auf 7,1 Millionen. Mitarbeiter: gesamt: 853, davon fliegend 669. Die Flotte umfasst derzeit 22 A319/ 3 A320. Die Zuverlässigkeit liegt bei 99,9 %. Germanwings hat das größte Netz aller Low Cost Airlines in Kontinentaleuropa – in über 60 europäische Metropolen. Zielgruppen sind Geschäftsreisende, Städtereisen und „Pendler“.

Bis zu 60% Kostenvorteile erzielt man gegenüber traditionellen Airlines durch diverse Aspekte:

Flugzeugeinsatz und Sitzplätze:
… Die Maschinen der Low-Cost Airlines bleiben zwischen Landung und Start durchschnittlich nur 20-30 Minuten am Boden.
…Mehr Flüge pro Tag und Maschine, sowie größere Sitzkapazitäten bedeuten eine deutliche Kostenersparnis.

… Flughafen und Abfertigung: Die Nutzung der Außenpositionen großer Flughäfen bringt Kostenvorteile mit sich.

… Vertrieb und Reservierungssysteme: Der Verzicht auf die Ausstellung von Tickets und die vornehmliche Nutzung des Internet als Vertriebskanal birgt weiteres Einsparungspotential.

… Bordverpflegung und Nebenleistungen: Freie Sitzplatzwahl, kostenpflichtige Bordverpflegung sowie der Verzicht auf Lounges senken die Kosten weiter.

… Personal und Bodenservice: Hohe Personalflexibilität und eine Anpassung des Kabinenpersonal an das neue Servicekonzept tragen zur Reduzierung der Kosten bei.

… Einheitlicher Flugzeugtyp: Eine einheitliche Flotte ermöglicht eine günstigere Wartung und Ersatzteilhaltung.

… Massive Einsparungen bei allen Verwaltungs- und Abrechnungsvorgängen und eine straffe, effiziente Abwicklung sämtlicher Abläufe am Boden und an Bord.

… Ein wesentliches Einsparpotential ist der Verkauf: Anteil der Internetbuchungen: 95%.

Wesentliche Marketing- und Verkaufs-Aspekte sind Vielflieger- und Firmen-Programme. So genießen Firmen spezielle Vorteile wie direkte Buchung über Germanwings.com, Keine Umbuchungs-Gebühren sowie problemlose Stornierungen.

Diverse Kooperationen und Sponsor-Pakete senken die Kosten und erhöhen die Präsenz am Markt. Nicht unerheblich ist das breite Feld von „Neben-Erlösen“.

Mit bis zu 5 Millionen Visits pro Monat ist die Website www.germanwings.com das führende deutsche Reiseportal im Bereich der Low-Cost Airlines und somit eine wesentliche und kostengünstige Werbe-Säule des Unternehmens. Durch immer neue Aktionen entwickelt sich die Website zur „Erlebniswelt“.

Frau Rogler vermittelte durch eine Fülle anschaulicher Beispiele, was sie unter Erlebniswelt versteht.

Um sich von Wettbewerbern abzuheben bietet Germanwings „Low Cost Plus“, was soviel heißt wie Mehr Emotionen, Mehr Qualität – emotional wie faktisch. Auch hierfür präsentierte Frau Rogler zahlreiche überzeugende Beispiele.

Neu Märkte erschließt sich Germanwings durch Kooperationen. Hier geht es um fünf Teilziele:
1. Generierung von Zusatzerlösen.
2. Umsätze stimulieren und steigern.
3. Traffic auf der Website erhöhen.
4. Neukunden gewinnen und
5. Bekanntheit steigern.

Bei der Auswahl der Kooperations-Partner stehen drei Aspekte im Vordergrund:
1. Markenharmonie,
2. Reichweite und Response und
3. Langfristige Partnerschaft.

Das führt dann auch zu so unterschiedlichen Partnern wie Gemeinden, Unternehmen und Medien.

Die ca. 100 Teilnehmer an diesem herausragenden Start ins neue Jahr konnten praktisch umsetzbare Anregungen mit nach Hause nehmen.

Diese erste Gemeinschaftsveranstaltung des BDS/DGV mit dem Medien Forum Augsburg war gelungen und weitere Kooperation werden folgen.

Es geht eben nichts über strategisch stimmige Kooperationen.