Die Osterweiterung ist für manchen Mittelständler eine gute Chance, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörtherstr. 233
86154 Augsburg
Referent/in/en:
Barbara Klause
Leiterin Euro Info Centre Schwaben

Fotos (Nils Neuburger) lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen lässt sich auf diverse Weise steigern. Eine Möglichkeit ist es, in Osteuropa Geschäfte zu machen, ohne jetzt gleich hier Arbeitsplätze abzubauen. Zusätzliche Aktivitäten reduzieren oft stagnierende Umsätze oder sinkende Gewinne.

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Verkaufen Sie im Osten
Produzieren Sie im Osten

Egal, was man vorhat, man sollte sich vorher gut informieren. Z.B. ist das EIC – das „Team Euro Info Centre“ der EU – bei der IHK Schwaben eine äußerst hilfreiche Anlaufstelle für Infos und Kontakte in die ganze Welt. Für Mittelständler ist Osteuropa aber oft sinnvoller als Asien oder Amerika. Es liegt eben doch in vielerlei Hinsicht näher.

Barbara Klause, die Referentin des Abends, erläuterte Maßnahmen und Instrumente, sie berichtete von kulturellen Besonderheiten, die zu berücksichtigen sind, und sie schilderte zahlreiche persönliche Erlebnisse in den Ländern Ost- und Südosteuropas.

Das EIC kümmert sich um bürokratische Notwendigkeiten, es gibt Auskünfte zu Zoll-, Rechts- und Verfahrensfragen, aber auch zu interessanten Fördermitteln.

Über 10.000 bayerische Unternehmen exportierten 2003 nach Ostmitteleuropa im Wert von 10 Milliarden Euro. Damit steht Bayern nach der EU und USA an dritter Stelle. Beim Import liegen wir sogar mit über 12 Milliarden auf Platz zwei nach der EU. Warum nutzen nicht mehr Mittelständler diese Möglichkeiten? Man muss allerdings selbst aktiv werden.

Für Investitionen in Produktionen sollten Mittelständler einige harte Fakten kennen. So haben bereits jetzt Über 6% KMU´s (unter 200 Mitarbeiter) im Osten zusätzlich investiert, 22 % haben Teile des Betriebes verlagert und 23 % planen dies.

Wegen des Gefälles an Kaufkraft, Ausbildung und Infrastruktur sollte man dabei Randlagen in diesen Ländern vermeiden.

CHANCEN FÜR DEN EXPORT NACH MOE SIND
· Positives Image – Made in Germany
· Positives Image von Bayern
· Schnelligkeit (räumliche Nähe)
· Tradition (Bestand)
· Deutsche Sprachkenntnisse

WICHTIGSTE FEHLER DER OST-PIONIERE SIND

· Keine Informationen (IHK fragen)
· Keine Planung (oft 1 Mitarbeiter erforderlich)
· Kein Controlling (Drum prüfe, wer sich ewig bindet)
· Keine Geduld (Zeit für Partnersuche)
· Kein Fingerspitzengefühl Menschen sind wichtiger als Sachen)
· Keine Sprachkenntnis (allerdings geht´s nirgendwo leichter)