Basel II verunsichert Klein- und Mittelbetriebe. Zusammen mit der Dresder Bank zeigen wir Wege auf, wie man seine Finanzierung trotz aller Schwierigkeiten meistert. Mit von der Partie ist die LfA Förderbank Bayern
Ort:
Dresdner Bank Augsburg Holbeinstraße 2, 86150 Augsburg
Referent/in/en:
Joachim Feldmann, Generalbevollmächtigter der LfA Förderbank Bayern
Karl Uffinger, Filialleiter Private Kunden und Geschäftskunden der Dresdner Bank
Hans Westermayer, Disko-Leasing

Über 75 Teilnehmer hörten in den Räumen der Dresdner Bank hoch interessante Informationen über das Thema Nr. 1: „Mittelstandsfinanzierung“ und diskutierten anschließend engagiert mit den Referenten: Joachim Feldmann, Generalbevollmächtigter der LfA Förderbank Bayern, Karl Uffinger, Filialleiter der Dresdner Bank Augsburg sowie Hans Westermayer von der Disko-Leasing.

Joachim Feldmann:
Die LfA ist seit 1951 als Kreditinstitut des Freistaats Bayern zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft tätig. Als 100%iger Anteilseigner leistet der Freistaat volle Gewähr. Fördermittel gibt die LfA ausschließlich über die Hausbanken. Feldmanns wichtigste Botschaft lautete: Es gibt neben zinsgünstigen Krediten vielfältige Hilfen. Zur Abrundung der Informationen der Hausbank gibt ab sofort das LfA-Kundencenter Auskünfte: telefonisch zum Ortstarif über 01801 – 21 24 24, persönlich in München Königstraße 17 oder über E-Mail infoatlfadotde.

Die Formen der unterschiedlichen Hilfen untergliedern sich in drei Bereiche:

Kredite in Form von:
– Zinsverbilligten Darlehen
– Zinsgünstigen Eigenkrediten der LfA
– Darlehen zu Marktkonditionen

Risiko-Entlastung
– Bürgschaften
– Haftungs-Freistellungen
– Garantien

Beteiligungs-Kapital
– BayBG
– Bayern Kapital

Nach den Prinzipien öffentlicher Förderung sind öffentliche Hilfen immer „Hilfen zur Selbsthilfe“. Der Antrag muß unbedingt vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank eingehen. Nach dem Hausbank-Prinzip trägt diese das Risiko; hierfür verlangt sie eine bankübliche Absicherung. Bei unzureichenden Sicherheiten sind i.d.R. Risiko-Entlastungen durch die LfA möglich (Bürgschaften, Haftungs-Freistellungen).

Vorteile der öffentlichen Förderung sind:
– Lange Laufzeiten
– Feste Konditionen
– Durch Zinssubventionen geringerer Schuldendienst
– Höhere Überlebenschancen von Gründungen durch konkrete Planberechnungen
– Vorzeitige Tilgung jederzeit möglich ohne Vorfälligkeits-Entschädigung.

Anhand von diversen Beispielen erläuterte Herr Feldmann die zahlreichen Förderprogramme. Z.B. Existenzgründer-Finanzierung unter Einsatz von Beteiligungs-Kapital:

Bayerisches Mittelstandskreditprogramm 40%
Kleinbeteiligung für Existenzgründer 20%
ERP-Eigenkapitalhilfe 25%
Eigenmittel 15%
Gesamtfinanzierung 100%

Martin Stoetzel, Leiter Existenzgründungen/öffentl. Förderprogramme der Dresdner Bank, Region Bayern, stellte danach die weiteren Fördermöglichkeiten über die DtA und die KfW vor und bot die Unterstützung durch die Spezialisten seiner Abteilung an.

Karl Uffinger präsentierte die Dresdner Bank und stellte die Betreuungsphilosophie seine Hauses vor, die eine ganzheitliche Betrachtung des Unternehmens und des Privatkunden in den Vordergrund stellt. Er unterstrich dabei die eigene Rolle als Partner und Bindeglied zwischen Mittelstand und LfA.

Eindrucksvoll betonte er, dass alle Programme der LfA seitens der Dresdner Bank angeboten
werden. Unverändert steht man dem Mittelstand offen gegenüber und versucht alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Kunden optimale Finanzierungshilfen zu gewähren. Die Diskussion über Basel II zeige deutlich, dass ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Bank und Kunden die Mittelvergabe wesentlich erleichtert. Eine offene Kommunikation von beiden Seiten ist hier unum-
gänglich.

Hans Westermayer, Disko-Leasing GmbH, rundete inhaltlich den Themenkreis ab. Seine Hauptbotschaft war: Um seine Finanzierungs-Spielräume zu erweitern bietet sich Leasing an. Die
ansonsten gebundene Liquidität erhöht sich. Die Eigenkapitalrelationen in der Bilanz können sich
ebenfalls verbessern. Der Kunde kann die Raten als Kosten steuerlich geltend machen.

Leasing ist laut Westermayer aber auch als Vertriebsansatz für die Unternehmen äußerst interessant. So Mancher hat seine Produkte oder Dienstleistungen durch Einbindung von Leasing-Angeboten leichter verkauft.

Die anschließende Diskussion unter Leitung von Rolf D. Neuburger, 2. Vorsitzender des BDS/DGV Schwaben und Augsburg, zeigte deutlich das Interesse der Teilnehmer an diesem brisanten Thema. Zwei Aspekte hob Neuburger als Fazit hervor: Mehr und bessere Kommunikation zwischen Kunden und Bank sind die Basis für mehr Mittel. Und 2. empfehlenswert ist es, dass sich der Kunde bei der LfA vor-informiert, damit er dem Berater der Bank ein ebenbürtiger Gesprächspartner ist.

Die Diskussion wurde mit dem Hinweis auf das opulente Buffet in Einzelgespräche übergeleitet. Auch hier zeigte sich wieder, wer miteinander redet, gewinnt.

Von Frau Nicole Marx, Dresdner Bank München, wurden bei der Verlosung der Beratungspakete folgende Gewinner gezogen:

Manfred Schönfelder, Unternehmensgruppe Gesa
Rudolf Hofmarksrichter, Lexus Autohaus Franz Strobel KG
Dr. Jürgen Bruggey, GEOTEC Augsburg

Die Dresdner Bank wird sich mit den Gewinnern in den nächsten Tagen in Verbindung setzen und Termine anbieten. Wir gratulieren recht herzlich und wünschen gute und konstruktive Gespräche mit den Beratern der Dresdner Bank.