Dipl. Ing Michael Stoecklin, Abteilung Konzeptfahrzeuge + Systemvernetzung Forschung, Vorentwicklung und Konzepte der BMW AG in München stellt den aktuellen Stand der Entwicklung vor und diskutiert mit uns, was den Auto-Kunden in Zukunft erwartet.
Ort:
BMW Autohaus Augsburg
Kummer und Klostermair
Bergiusstr. 9
86199 Augsburg

ACHTUNG: Neue Anfangszeit 18.30 bzw. Vortrag 19.30 Uhr

Referent/in/en:
Dipl Ing. Michael Stoecklin

(Die Bilder können Sie durch einen Klick vergrößern).

Klaus Pehr, Leiter der Vorentwicklung und Konzepte der BMW AG in München wusste es, den über 90 aufmerksamen Zuhörern die trockene Materie „Wasserstoff-Auto“ äußerst verständlich zu erläutern. Dabei brachte er auch den Unterschied zwischen Brennstoffzellen-Auto und Wasserstoff-Auto auf den Punkt: Das eine ist schlicht ein Elektroauto – das andere hat einen Verbrennungsmotor mit noch viel Entwicklungspotential.

Wasserstoff kann in Zukunft mit Hilfe von Strom erzeugt werden. Das ist unabhängig von der Anwendung im Fahrzeug. Im Brennstoffzellenauto wird aus Wasserstoff und Sauerstoff zunächst Strom produziert, dann erst mechanische Energie durch einen Elektromotor. Die zu erzielende Leistung ist aus BMW-Sicht allerdings nicht das, was „Freude am Fahren“ garantiert. Im verbrennungsmotorisch betriebenen Fahrzeug hingegen wird Wasserstoff und Sauerstoff direkt in mechanische Energie umgesetzt. Das Wasserstoff-Auto-Konzept von BMW stellt somit eine komplette Neuentwicklung aller Komponenten des Fahrzeugs dar und ist so ein echter BMW. Technisch funktioniert es hervorragend, wie die 7er-Flotte mit ihren über 200.000 km Testbetrieb beweist. Umweltschonend, weil absolut Abgas frei.

Das Wasserstoffkonzept von BMW „CleanEnergy“ ist ein Kreislauf-Konzept (siehe Abbildung).
– Gewinnung von Wasserstoff aus regenerativen, unbegrenzt verfügbaren Quellen.
– Verteilung und Betankung.
– Nutzung und Technologie des Wasserstoffs.

Die notwendigen Komponenten sind in jahrelangen Forschungs-Anstrengungen entwickelt und grundsätzlich für die Serienreife vorbereitet:
– Wasserstoff im Automotor
– Wasserstoff im Tank für mindestens 350 km Reichweite
– Sicherheit durch Crashtests für Tank und Fahrzeug
– Tanken in drei Minuten
Bei Serienreife wird man für die Kosten ebenfalls realistische Konzepte entwickeln. Man muß nur wollen. Industrie – Politik – Öffentlichkeit.

Deshalb glaubt der Referent, dass ein serienreifes Fahrzeug zu akzeptablen Preisen noch Jahre auf sich warten lässt. Fehlt doch heute noch die gesamte Infrastruktur. In München z.B. gibt es am Flughafen eine Wasserstoff-Tankstelle. Sie versorgt im Alltagsbetrieb die Zubringerbusse. Damit Wasserstoff-Autos auf breiter Front für saubere Luft sorgen können, müssen Gesetze und Vorschriften erlassen werden, die es Herstellern, Energie-Versorgern und Kunden entsprechende Planungen ermöglichen. Das heißt, dass wir heute bereits massiv mit dem Aufbau von Technologie und Infrastruktur beginnen müssen, um für morgen gerüstet zu sein.

BMW in München bietet hervorragendes Info-Material. Wer mehr wissen möchte, wende sich bitte direkt an die Presseabteilung in München.
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Nach diesem interessanten Vortrag zog es nur Wenige nach hause. Bis spät in den Abend pflegten die Teilnehmer alte und neue Kontakte, betrachteten die Autos – natürlich auch den 750hl – und genossen das gepflegte Buffet.

Ihr BDS Team verabschiedet sich für 2002. Im Januar treffen wir uns wieder.

Ich wünsche Ihnen allen geruhsame Feiertage und ein erfolgreiches 2003.

Rolf D. Neuburger
stellv. Vorsitzender
BDS Schwaben und OV Augsburg