Soll ich ein Testament machen? Wie muß das aussehen? Wie gehe ich sicher, dass auch der Richtige erbt? Wie kann ich vererben, ohne das Finanzamt unnötig zu begünstigen?
Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörther Str. 233
86154 Augsburg

ACHTUNG: Neue Anfangszeit 18.30 bzw. Vortrag 19.30 Uhr

Referent/in/en:
Dip.l Oec. Dr. jur. Hans–Peter Auernhammer, Fachanwalt für Steuerrecht
Dr. Alexander Bauer, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Erbrecht

Richtig Verschenken, Vererben, Erben
Tipps und Tricks von Experten.

Knapp 80 Teilnehmer konnten die wichtigste Botschaft des Abends mit nach Hause nehmen: „Machen Sie rechtzeitig ein handschriftliches Testament und lassen Sie dies von einem sachkundigen Juristen beurteilen.“ Auch wenn Sie noch so sicher sind, bewahren Sie Ihre Erben vor Problemen, die Sie sich heute vielleicht noch gar nicht vorstellen können.

Juristische und steuerrechtliche Aspekte machen es sinnvoll, frühzeitig fachlichen Rat zu suchen. Egal, ob Sie privat oder geschäftlich vererben. Die beiden Referenten fesselten ihre Zuhörer durch eine Vielzahl von detaillierten Informationen.

So können z.B. die Erbanteile durch den Todeszeitpunkt völlig unterschiedlich sein – bedingt durch die gesetzliche Erbfolge. Das Beispiel eines Autounfalls, bei dem ein Unternehmer-Ehepaar mit ihrem Sohn, der Mitgeschäftsführer des Unternehmens war, kurz nacheinander starben, zeigte deutlich die Wichtigkeit eines eindeutigen Testaments sowie einer klaren Nachfolgeregelung im Betrieb – aber auch die Reihenfolge, in der die Eltern bzw. der Sohn sterben (siehe nebenstehende Grafik). Hier kann es zu folgenreichen tragischen Situationen kommen. Die Erbfolge sieht völlig anders aus, wenn der Sohn vor der Mutter stirbt.

Steuerklassen, Bewertung von Grundstücken, Steuerfreibeträge Steuersätze aber auch Altersversorgung waren weitere Aspekte, die fesselten.

Anhand eines Dreiecks „1. Recht, 2. Steuer und 3. Finanzen“ erläuterte Dr. Aurnhammer die Bedeutung rechtzeitiger und abgestimmter Planung. Details würden diesen Bericht sprengen. Die Teilnehmer verstanden allerdings die Botschaft, dass man sich nicht nur mit einem Rechtsanwalt beraten sollte, sondern auch die steuerlichen Aspekte genau bedenken sollte – und dies möglichst mehr als 10 Jahre vor dem Ableben. Da man dies bekanntlich nicht beeinflussen kann, also sofort!

Die lebhafte Diskussion bewies, dass viel Neues aber auch Überraschendes vermittelt wurde. Anschließend machten die Teilnehmer regen Gebrauch vom Buffet und nutzten die Gelegenheit, persönliche Aspekte zu hinterfragen. Es war ein langer, interessanter Abend. Es war nach 23.00 Uhr als die Letzten das Haus verließen.

GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner