Ein Seminar über das schottische Lebenswasser
Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörther Str. 233
86154 Augsburg

ACHTUNG: Neue Anfangszeit 18.30 bzw. Vortrag 19.30 Uhr.

Referent/in/en:
Rainer Pfaff

Single Malt – Ein Botschafter Schottlands

An diesem Abend wurde den Gästen und Mitgliedern des BDS/DGV ein kleiner Einblick über die Herstellung von Whisky, die Landschaften Schottlands und die Lebensart der Schotten geboten.

Zuerst wurden wir von Rolf D. Neuburger als stellvertretendem Vorsitzenden des BDS/DGV Augsburg begrüßt. Er verdeutlichte allen Anwesenden wie wichtig Netzwerke gerade für den Mittelstand und die Freiberufler sind. Denn ohne diese Netzwerke hätte z.B. dieser Abend nicht stattgefunden.

Danach übernahm Andreas Zeitz von der Firma management systems engeneering die Moderation des Abends. Stilecht im Kilt gekleidet stellte er die Firma „Isle of Skye“ (nicht „Himmel“ sondern „Feuchtigkeit“) vor. Hier wird der individuelle Kundenservice noch gelebt und stellt einen wesentlichen Faktor des Geschäftserfolges dar. Die Firma „Isle of Skye“ hat zwei Ladengeschäfte, eines in Ulm und eines in Augsburg im Hunoldsgraben.

Ebenso stilecht gekleidet übernahm Rainer Pfaff die Gestaltung des Abends und wurde dabei am Diagerät und in der Moderation tatkräftig von Thomas Brütting unterstützt. Thomas Brütting ist freier Redakteur in der Lokalredaktion der Augsburger Allgemeinen, Reiner Pfaff ist der Besitzer der Firma „Isle of Skye“ und der Whiskyexperte zwischen Ulm und Augsburg schlechthin.
Dieses stellte er auch für den Rest des Abends in beeindruckender Manier unter Beweis. Zwei Stunden vergingen wie im Fluge und alle Zuhörer waren bis zum Ende der Veranstaltung geradezu an den Stühlen gefesselt.

Auf Basis des Grundlagenseminars erfuhren wir als erstes, dass es Bourbon Whisky, Canadian Whisky, Irish Whiskey und natürlich Scotch Whisky gibt. Herr Pfaff erklärte kurz, aber prägnant die Unterschiede zwischen diesen wichtigsten Vertretern des eigentlich gälischen Lebenswassers. Der Begriff Whisky leitet sich nämlich von uisge beatha (sprich: uschkie bacha) ab.

Beim Single Malt bekamen wir dann eine genauere Vorstellung von der Herstellung dieses Getränkes. So lernten wir Begriffe wie „floor maltings“, „kilning“, „middle cut“ und noch vieles mehr kennen. Damit wir diese Begriffe auch weiterhin nachlesen können, bekam jeder Teilnehmer ein Skript des Grundlagenseminars über Whisk(e)y.
Auf die zahlreichen Fragen ging Herr Pfaff mit teilweise bemerkenswerter Detailkenntnis ein. So erfuhren wir, dass es 120 produzierende Destillen gibt, die Form der Brennblase etwas mit dem Wasser aus der Umgebung zu tun hat, das die ältesten Destillen lange illegal betrieben wurden bis 1824 die britische Krone ein Einsehen hatte und anfing die Getränkesteuer zu kassieren. Ebenso wurde den Zuhören klar, wie aufwendig und zeitraubend es ist einen guten Whisky herzustellen, schließlich sind Lagerzeiten im Faß von 15 Jahren und mehr keine Seltenheit. Dabei verlieren die Lagerfässer Whisky durch Verdunstung, den „Angels Share“. Je länger die Lagerung desto höher der Anteil für die Engel. In Flachen (stehend gelagert) verändert sich der Whisky nicht mehr, was auch der Grund für seine Wertsteigerung ist.

Dass Whisky ein echtes Ökoprodukt ist, zeigt sich auch daran, dass seine Abfall-Produkte, die nicht weiterverarbeitet werden können, den Hochlandrindern als Ergänzung des Futters dienen. Da diese Produkte manchmal noch leicht alkoholisch (2-3%) sind, haben die Rinder in den Highlands einen besonders lockeren Gang.

Nachdem aber probieren über studieren geht, gab es auch einen praktischen Teil.
Hier durften wir drei verschiedene Whiskies aus unterschiedlichen Regionen kosten.
Dabei zeigte uns Thomas Brütting per Dia einige Destillen, sowie die charakteristischen Merkmale dieser Landschaften. So konnten wir eine kleine Rundreise durch Schottland machen und dabei einen Teil der Seele des Landes durch den Whisky zu uns nehmen. Da es nahezu bei jedem Bild Geschichten und Geschichte zu erzählen gab, konnten wir die Whiskies in einem ganz neuen Zusammenhang genießen.

So verging für alle Teilnehmer der Abend wie im Fluge und obwohl wir nur viele Bereiche und Themen oberflächlich Betrachten konnten, lernten alle viele vorher unbekannte Dinge über Schottland und seine Whiskies.

Für alle Teilnehmer möchte ich mich noch mal bei Thomas Brütting und Reiner Pfaff für diesen tollen Vortrag bedanken.

Bericht: Andreas Zeitz