Eine Berufliche Altersvorsorge für GmbH Geschäftsführer – Geschenke vom Finanzamt
Ort:
Hotel Alpenhof
Donauwörther Str. 233
86154 Augsburg

ACHTUNG: Neue Anfangszeit 18.30 bzw. Vortrag 19.30 Uhr

Referent/in/en:
Andreas Michael Bosl

(Durch Anklicken vergrößern Sie die Fotos).

Geschenke vom Finanzamt sind selten, daher war dieser Vortrag trotz Sonnenschein und 32 Grad Hitze sehr gut besucht.

Nach einer kurzen Begrüßung von Dr. Steinruck, gab unser Sponsor, Willi Reiss, einen kleinen Einstieg in die Welt der Aktienfonds und zeigt uns wie man mit akribischer Arbeit trotz aller Erfolge sich immer wieder verbessern kann. Anhand einiger übersichtlicher Grafiken und einem Auszug aus dem Heft „Finanztest“ der Stiftung Warentest wurde deutlich das Aktienfonds mit entsprechender Streuung und langfristiger Perspektive die ertragreichste Anlageform mit oder ohne Besteuerung sind.

Darauf aufbauend ging der Hauptreferent des Abends, Andreas Michael Bosl in die sehr komplexe Materie der Pensionsrückstellungen ein. Er führte stufenweise vor, wie eine Rückstellung für die Pensionszusage zu errechnen ist, in die Bilanz einzustellen ist und wie am besten mit der gewonnen Liquidität umzugehen ist. Dabei wurde aber auch deutlich gemacht, es gibt Grenzen für die Höhe der Pensionszusage.

Dabei fielen Schlagworte wie Erdienbarkeit, Rückkaufswert bei Versicherungen, Angemessenheit, Rendite, Steuerabzug, Liquidität und natürlich Sicherheit.

Herr Bosl verstand es, die komplexen Zusammenhänge zwischen den einzelnen oben erwähnten Punkten mit einfachen und klaren graphischen Übersichten verständlich darzustellen. Diese wurden dabei mit einfachen Rechenbeispielen verknüpft, bei denen besonders die Trennung zwischen der Rücklage und der Finanzierung und des Aufbaues dieser Rücklage betont wurde. Denn die Rücklage ist die Basis und die Gemeinsamkeit aller Modelle.

Wie komplex dieses Thema ist, wird schon alleine daran deutlich, dass man einen Verischerungsmathematiker benötigt, um die jährlichen Rückstellungsbeträge zu buchen.

Während des Vortrages wurde klar, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen dem privaten Bereich und dem Bereich der GmbH gibt. In der GmbH ist jede noch so renditeträchtige Lebensversicherung ein echter Liquiditätskiller, wenn die gesamte Laufzeit betrachtet wird.

So ergab sich auf der Basis der heutigen Rechtslage ein ganz klarer Vorteil für Aktienfonds, weil hier der Staat erst nach der Auflösung der stillen Reserven eine Besteuerung vornimmt. In der Aufbauphase der Rückstellung, gilt diese zusätzlich noch als steuermindernder Aufwand. So kann die gewonnene Liquidität als ein echtes Geschenk des Staates angesehen werden.

Auf die zahlreichen Zwischenfragen ging Herr Bosl mit einer Genauigkeit ein, die sein tiefes Verständnis für diese Materie deutlich machte. Damit wurde der Vortrag doch länger als geplant, obwohl es keinem Teilnehmer bewusst wurde.

Zum Abschluß fand noch kleiner Ausflug in die britische Versicherungswirtschaft statt, bei der die Unterschiede zwischen deutschem und britischem Recht vor allem in finanzieller Hinsicht deutlich wurden.

Dass so viel Wissen nicht umsonst zu haben ist, dürfte nach diesem Abend jedem Teilnehmer klar geworden sein. Daher wurde die Aussage „Beratung findet nur gegen Honorar“ von allen Zuhörern mit einem klaren „ja“ beantwortet. Wer so viel Detailwissen anhäufen muss, um gut zu beraten, soll auch dafür entlohnt werden.

Alles in allem ist dieser Abend als sehr gelungen zu betrachten und ein besonderer Dank gilt noch mal dem Sponsoren, Reiss & Moosmüller.

Bei einer kleinen Brotzeit blieb den Teilnehmern noch Zeit, die vielen Informationen des Abends zu verdauen, um mit vielen Anregungen nach Hause zu gehen.

Bericht: Andreas Zeitz