Heute möchten ir Sie auf zwei Meldungen hinweisen: Ab 1. Juli 2020 wird es weitestgehend wieder einen Regelbetrieb in den Kitas geben. Da es in den Sommermonaten ggf. zu Personalengpässen kommen kann, möchte ich Sie nochmals auf die Hinzuverdienstgrenze für Rentner hinweisen.

Eingeschränkter Regelbetrieb der Kitas ab 01. Juli 2020

Ab dem 01. Juli 2020 erfolgt im Bereich der Kindertagesbetreuung die Rückkehr in den eingeschränkten Regelbetrieb. Alle Kinder können dann wieder regulär ihre Betreuungseinrichtungen besuchen. Voraussetzung ist lediglich, dass sie

  • keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • nicht in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder seit dem Kontakt mindestens 14 Tage vergangen sind und
  • keiner sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen.

Auch Schulkinder können ihre Horte beziehungsweise altersgeöffneten Kindertageseinrichtungen ab dem 01. Juli 2020 wieder regulär besuchen, unabhängig davon, ob sie an dem betreffenden Tag den Unterricht in der Schule vor Ort besuchen.

Ferienbetreuung in den Sommerferien möglich

Nach jetzigem Stand wird es in den Sommerferien möglich sein, eine Ferienbetreuung anzubieten. Maßgeblich hierfür ist die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens.

Der Freistaat Bayern wird 2020 zudem einmalig Fördermittel bereitstellen, um zusätzliche, freizeitpädagogisch orientierte Ferienangebote in den Sommerferien zu ermöglichen. Die Angebote werden sich vor allem an die Jahrgangsstufen eins bis sechs richten. So sollen Alleinerziehende und Eltern unterstützt werden, die ihren Jahresurlaub bereits vor den Sommerferien eingebracht haben.

Betriebliche Ferienbetreuung

Neben den Angeboten von Kommunen und weiteren Einrichtungen vor Ort, können auch Betriebe für die Kinder ihrer Mitarbeiter ein Betreuungsangebot in den Schulferien anbieten. Ein betriebliches Ferienprogramm bedarf grundsätzlich keiner Betriebserlaubnis. Damit gibt es auch keine konkreten rechtlichen Vorgaben zu Anzahl und Ausbildung der Betreuer. Allerdings empfiehlt es sich, pädagogisch geschultes und erfahrenes Personal auszuwählen.

Auch wenn es keine rechtlichen Vorgaben gibt, wie der Versicherungsschutz bei der betrieblichen Kinderbetreuung ausgestaltet sein soll, muss je nach Dauer und Art der Betreuung ein ausreichender Versicherungsschutz gewährt sein. Daher sollte für die zu betreuenden Kinder eine Unfallversicherung abgeschlossen werden und sichergestellt sein, dass alle Betreuungspersonen über die betriebliche Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.

Unternehmen, die ein Interesse daran haben, ein entsprechendes Betreuungsangebot zu schaffen, können sich am Projekt „Sommerkinder“ beteiligen. „Sommerkinder“ wird bereits seit vielen Jahren von der gfi gGmbH, die Teil der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft – bbw ist, angeboten. Durch das Projekt werden Arbeitgeber, die vor Ort im Unternehmen ein Ferienbetreuungsprogramm für die Kinder ihrer Mitarbeiter anbieten wollen unterstützt. Weitere Informationen zum Projekt und Ansprechpartner finden Sie in diesem Flyer:

Flyer „Sommerkinder“

Vorübergehende Anhebung der Hinzuverdienstgrenze

Da dieses Thema vielleicht gerade in den Sommermonaten für Sie interessant sein könnte, möchte ich Sie nochmals auf das Thema der angehobenen Hinzuverdienstgrenzen hinweisen:

Im Zuge des ersten Sozialschutz-Pakets in der Corona-Krise (In-Kraft-Treten 28. März 2020) wurde die Hinzuverdienstgrenze für Rentner mit vorgezogenem Rentenbezug deutlich angehoben.

Befristet bis zum 31. Dezember 2020 liegt die Hinzuverdienstgrenze bei 44.590 Euro pro Kalenderjahr (regulär: 6.300 Euro). Der Hinzuverdienstdeckel findet in dem Zeitraum ebenfalls keine Anwendung.

So können Rentner, die vor dem regulären Renteneintrittsalter eine vorgezogene Rente erhalten, bis zu 44.590 Euro in diesem Jahr zu ihrer Rente hinzuverdienen, ohne dass diese gekürzt wird.

Die Erhöhung der Hinzuverdienstgrenzen soll Personalengpässe entgegenwirken, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ab 2021 gelten wieder die bisherigen Grenzen.