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Mittwoch, 29. März 2006, 18:30 Uhr

Bericht: Steigende Energie- und Ölpreise. Wege aus der Abhängigkeit

Anhand von einfachen Beispielen zeigt die Firma Kohl Wasser + Wärme, welche Möglichkeiten es für kleine und mittelständische Unternehmen gibt, sich wirtschaftlich sinnvoll anderen Energieträgern für die Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie zuzuwenden.

Ort:
Kohl Wasser + Wärme
Gutenbergstraße 6
86399 Bobingen

Referent/in/en:
Albert Kohl


Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Kohl – Wasser + Wärme in Bobingen ist ein außergewöhnliches Handwerks-Unternehmen. Albert Kohl ist begeisterter Handwerker und Unternehmer mit Visionen. Mit weinigen Worten stellte er sein Unternehmen mit den ca. 20 Mitarbeiter vor, um dann ganz gezielt eines der wesentlichen Problemfelder unserer Zeit zu beleuchten: Energie und Umweltschutz.

1960 kam der Club of Rome zu dem Ergebnis, dass – wenn die Menschheit die natürlichen Ressourcen weiterhin wie gewohnt verschwendet – ein Leben auf unserem Planeten nicht mehr lebenswert erscheint. Inzwischen hat sich das Bewusstsein und der Stand der Technik rasant entwickelt. Aber mit der Umsetzung hapert es. Einige Stichworte:

- In den letzten 450 000 Jahren war die CO2 Konzentration zwar mit Ausschlägen, aber in einem natürlichen Gleichgewicht.
- Mit der Industrialisierung wird sie Existenz bedrohend.
- Die nicht erneuerbaren Energien wie Kohle, ÖL, Gas und Uran gehen rapide zur Neige.
- Unser Energieverbrauch ist nur noch durch erneuerbare Energien zu decken.
- Energieszenarien 2050 zeigen 40% Solar – 30% Biomasse – 15% Wind – 10% Wasser – 5% Öl.
- Der Energiebedarf im Jahr 2060 wird also wesentlich durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Albert Kohl nennt als bezeichnendes Beispiel für dieses Umdenken die Umfirmierung des großen Öl-Multis BP. Dieser heißt nicht mehr „BP - British Petroleum“ sondern „bp - beond petroleum“ , also „nach dem Petroleum“. Alle Automobilhersteller haben Konzepte für alternative Antriebe in der Schublade mit dem Ziel: NULL EMISSION. Im Hausbau gibt es schon heute NULL-ENERGIE-Häuser. Es gilt also die Doppelstrategie: Energie einsparen und Resourcen ersetzen.

Ob die schier unerschöpfliche Sonnenenergie direkt über Photovoltaik-Anlagen oder indirekt über Biomasse, Pellets-, Hackschnitzel oder vergleichbare Anlagen Warmwasser und Strom liefern ist egal. Wichtig ist, dass wir verstärkt auf erneuerbare Energien setzen.

Albert Kohl demonstrierte anhand zahlreicher Grafiken und beeindruckender Aussagen, worauf wir uns einzustellen haben. Er zeigte aber auch auf, dass jeder Hausbesitzer durch moderne Heizsysteme nicht nur umweltbewusst Geld sparen kann, sondern aufgrund der aktuellen Gesetzgebung sogar Geld verdienen kann – und dabei unabhängiger wird von Preisschwankungen bei ÖL und Gas.

Eine sinnvolle Ergänzung zum Vortrag von Albert Kohl waren die Hinweise unseres Mitglieds Peter Käßmeier. Dieser bietet standardisierte Hackschnitzel inkl. einer kompletten Logistik an.

Dieser Bericht kann die Fülle an Details nicht vermitteln. Auch erwähnen wir nur die Vorstellung der Pellet-Anlage „Dachs“, die die Umsetzung der theoretischen Aussagen in die Praxis darstellte. Die knapp 60 Teilnehmer waren beeindruckt und vertieften das Gehörte im anschließenden Get-Together bei Speis und Trank bis in den späten Abend.

Wir bedanken uns bei Albert Kohl und seiner Mannschaft für diesen informativen, angenehmen und wichtigen Abend.

Bilder von der Veranstaltung
  • Albert Kohl, Rolf D. Neuburger
  • Christian Nocon, Erich Klößel, Hans Schäffler
  • Judith Kuchler, Brunhilde und Karl Kröll
  • Gloria Gesell, Wolfgang Ried
  • Gast, Klaus Linder, Albert Kohl, Herbert Lidel
  • Keine Beschreibung
  • Peter Käßmeyer, Karl-Fritz Kraus, Georg Hienle
  • Joachim Goldstein, Thomas Gruber
  • Heinz Hirsch, Rolf D. Neuburger
  • Richard Heckmeier mit Tochter, Rolf D. Neuburger
  • Helmuth und Renate Sesar
  • Mitarbeiter und Gäste der Firma Kohl
  • Heinz Hirsch, Milena Savski
  • Dieter Howind, Peter Degle
  • Richard Heckmeier, Joachim Lerch, Rolf D. Neuburger
  • Karl-Fritz Kraus, Manfred und Otto Hartmann
  • Joachim Lerch, Sylvia Jäkel
  • Hermann Schnierle, Erich Klößel
  • Albert Kohl demonstriert stolz seine seit Jahren laufende Pellets-Anlage.
  • Bis auf den letzten Platz belegt - das Auditorium war bester Stimmung.
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