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Donnerstag, 27. November 2003, 18:30 Uhr

Bericht: CREATON AG Strategie eines mittelständischen Unternehmens

Die Baubranche leidet seit Jahren unter Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Umso erfreulicher ist die Botschaft, dass es auch erfolgreiche Unternehmen gibt: z.B. die CREATON AG - größter deutscher Tondachziegel-Hersteller mit überdurchschnittlichem Umsatzwachstum.

Ort:
CREATON AG
Zentrale Verwaltung und Geschäftsbereich Technik
Wertingen
Dillinger Straße 60

Referent/in/en:
Hans-Josef Berchtold,
Gesellschafter und Technik Vorstand


Unter dem Motto MITTELSTAND QUO VADIS präsentierte der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Josef Berchtold seinen „Lebensinhalt“ die CREATON AG – eloquent, engagiert und überzeugend. Anhand von Headlines aus der Tagespresse visualisierte Berchtold, warum CREATON besser ist als die Baubranche: „Neue Werke treiben CREATON-Umsatz an“ – „CREATON meldet teilweise sogar Lieferengpässe“ - CREATON AG steigert Umsatz um 22 Prozent. Dies kommt nicht von ungefähr.

Ein Blick zurück zeigte die lange Tradition des Tondachziegels. Von den Römern über das Mittelalter bis heute reicht die Entwicklung der Technik, der Verfahren sowie des Geschmacks der Bauherren. Eins blieb immer gleich. Das „Reinheitsgebot“ des Tondachziegels beschränkt die Rohstoffe auf: Erde, Feuer, Wasser und Luft.

Jahrelang kooperierten zwei kleine schwäbische Familienbetriebe: die Josef Berchtold GmbH und die Ernst Ott GmbH & Co KG. Am 1.1. 1992 entstand daraus die CREATON Berchtold und Ott GmbH und wenige Jahre später die CREATON AG – eine neue Qualitätsmarke.

Den Unterschied von CREATON zu den Wettbewerbern macht die Qualität, die Creativität und das Marketing in Verbindung mit kurzen Entscheidungswegen. QUALITÄT heißt beste Rohstoffe, modernste Fertigung an fünf Standorten, flächendeckender Vertrieb mit 133 Mitarbeitern im In- und Ausland. CREATIVITÄT heißt unter anderen ein extrem breites Produkt-Programm mit zahlreichen Farben, die alle kombinierbar sind. Also eine vorher unbekannte Gestaltungsbreite für Planer und Architekten. MARKETING bei CREATON bedeutet, dass aus dem Tondachziegel die Marke CREATON wurde, dass 2/3 der Produkte jünger als fünf Jahre sind, dass darunter Produkte sind, die der Wettbewerb erst mit mehrjähriger Verzögerung nachvollzieht. Es heißt aber auch Umweltschutz. Ob im Bereich der Rohstoffgewinnung und Rekultivierung im Tageabbau, der Fertigungsprozesse oder im Bereich Energieeinsatz. Die führende Position von CREATON beweisen die Zertifikate ISO 9001 und 14001.

CREATON`s wichtigstes Kapital sind laut Berchtold die Mitarbeiter: 2002 waren es mit 716 vergleichsweise wenig. Aber sie zeichnen sich aus durch hohen Ausbildungstand und extremes Engagement, was zu hoher Produktivität und somit gesunder Wettbewerbsfähigkeit führt.

Die Zukunft CREATON`s liegt außer in der weiteren Erschließung des deutschen Marktes im Ausland. Der Exportanteil am Umsatz stieg von 1998 bis 2002 kontinuierlich von 8,7 % auf 22,8 %. Das sind vornehmlich die osteuropäischen Länder. In Ungarn plant CREATON ein weiteres Werk, nachdem man dort große hochqualitative Ton-Vorkommen gekauft hat. Von hier aus lassen sich dann auch die südosteuropäischen Märkte effektiver bearbeiten.

Ergebnis all dieser Aktivitäten und konsequenten Management-Anstrengungen sind die finanziellen Erfolge. Umsatzsteigerungen von 1999 mit 105,3 Mio Euro auf 2003 mit 132,6 Mio Euro. Der Marktanteil im Bereich Steildach stieg von 5,1 % 2000 auf 6,5 % 2003. Im Bereich Tondachziegel von 17 % 1999 auf ca. 23 % 2003.

Hans-Josef Berchtold war bei der Schilderung all dieser faszinierenden Details so stolz auf seine CREATON, dass er sogar die Aktie als Anlage empfahl. Schließlich entwickelte sie sich in den letzten Jahren um ca. 42 %.

Entsprechend der Länge dieses Berichtes war die Offenheit von H-J.Berchtold. Er gestattete Einblicke in Firmen- und Produkt-Entwicklung, in Technik, in Marketing, in Vertrieb und er verriet, wie CREATON die Zukunft meistern wird. Drei Hauptpunkte bringen demnach CREATON nach vorne: 1. Der Ausbau der Marktstellung im deutschsprachigen Raum. 2. Der Ausbau der Auslands-Aktivitäten. 3. Die Stärkung der Ertragskraft.

Mit dem Feuerwerk an Informationen war der Abend aber noch nicht zu Ende. Nach der spannenden Theorie kam der Blick in die Praxis , sprich Führung durch die Produktion. Die Beschreibung dieses interessanten Teils spare ich mir. Schließlich soll den Zuhause gebliebenen nicht alles verraten werden. Das nächste Mal kommen Sie vielleicht selbst.

Die ca 50 Teilnehmer waren jedenfalls von CREATON begeistert. Das anschließende Get Together mit köstlichem Wein und leckeren Naschereien sowie interessanten Gesprächen ließ so Manchen bis Mitternacht aushalten.

Mehr Infos zur CREATON AG: www.Creaton.de.
Klicken Sie rechts oben auf den Banner.

Bilder von der Veranstaltung
  • Michael Schiewek, Karl-Fritz Kraus, H. Stuhlenmüller, Anita Schiewek, Ulrike Kraus
  • Hans-Josef Berchtold, Herbert Geiger
  • R.D.Neuburger führt ins Thema ein und stellt den Referenten vor: Technik Vorstand und Gesellschafter Hans-Josef Berchtold
  • Georg Kühbacher, Franz Fischer
  • Max von Stetten, Franz Kässmair
  • Walter Kiesewetter, Heinz Hirsch
  • Christian Dumler, Carmen Wittmer, Rolf D: Neuburger
  • Arthur Müller-Doldi, M. Schröder
  • Hedwig Schneider, Günther Poppe
  • Franz Käßmair, Werner Frank
  • Herbert Geiger, Manfred Schönfelder
  • Carmen Wittmer, Norbert Günther, Claudia Romani
  • Jürgen Schal, Helmut Sesar
  • Renate Unger, Norbert Günther
  • Franz Fischer, Rolf D. Neuburger, Georg Kühbacher
  • Rita Hofheinz, Walter Kiesewetter, Jürgen Schal
  •  Norbert Günther: Der ungebrandte Ziegel ist noch sehr beweglich
  • Die glasierten Ziegel wandern zum Brennofen
  • Auf Wagen durchlaufen die Ziegel 39 Stunden den Brennofen mit Temperaturen bis 1.200 Grad.
  • Max Samer, Theo Winkler, K-H Ostermeier, Rolf D. Neuburger
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