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Dienstag, 30. September 2003, 18:30 Uhr

Bericht: Ist Auswandern die einzige Alternative?

Ort:
Hotel Dorint
Imhofstraße 12
Im Hotelturm

Referent/in/en:
Wolfgang Barth-Frey, Willi Reiss, Peter Herrmann,


Durch Anklicken vergrößern Sie die Fotos.

Willi Reiss, der Sponsor und Mit-Referent des Abends eröffnete die Reise um die (Geld)-Welt mit einem Besuch in USA. Sein erster Hinweis war, dass der Kursverlauf des DAX in den letzten 52 Wochen ein Plus von 67,99 % erbrachte. Das war aber nicht immer so. Daraus zog er den Schluß, dass bei permanentem Depot-Check größere Verluste zu vermeiden wären. Der US-Nobelpreisträger Harry Markowitz, entwickelte in den 50er Jahren Vorschläge zur Wahl der besten Zusammensetzung eines aus Wertpapieren bestehenden Finanzanlagenbestands unter ungewissen Bedingungen (Portfoliotheorie). Danach hätte ein Depot 2001 im Wert von ca. 84.000,- € statt 62.800 € ohne Depot-Chekck 68.800 € mit Depot-Check erbracht. Also ein Gewinn von 9,5 %.

Das nächste Anlageziel war Großbritannien, ein Markt mit sehr guten Rahmenbedingungen im Vergleich zu Deutschland. Hier findet man Anlagemöglichkeiten mit Kapital- und Wachstumsgarantie. Durchschnittliche Renditen pro Jahr von 13 % waren die Ergebnisse dreier Angebote zwischen 1997 und 2003. Der Referent erläuterte die Gründe für die Unterschiede; z.B. dass das Bundesaufsichtsamt die Mittel der Versicherungen nicht prüft oder, dass die durchschnittliche Finanzkraft deutscher Versicherungen die Rating-Bewertung „BBB“ haben.

Für Deutschland beleuchtete der Referent den Markt für Darlehen, Renten, Immobilien und Altersvorsorge. Zahlreiche Beispiele zeigten die vergleichsweise schwachen Renditen. Unternehmenslösungen für Angestellte oder angestellte Geschäftsführer zeigten z.B. bessere Lösungen mit Einbindung von Unterstützungskassen.

Im Bereich Unternehmens-Finanzierung sind laut Referent die Möglichkeiten in der Schweiz erheblich günstiger, als bei uns.

Die letzte Station war Liechtenstein. Völlig legal und im Rahmen deutscher Gesetze kann man alle Gewinne seines Depots unter dem rechtlichen Vertragsmantel einer Versicherung steuerfrei halten.

Der Referent erläuterte folgende Stichworte:

1. Freie Wahl der Vermögensanlage
2. Freie Gestaltung der Vermögensanlage
3. Steuerfreie Auszahlung
4. Begünstigte Schenkung
5. Flexibilität bei der Nachlassregelung 6. Liquidität (jederzeit Zugriff auf Teile seines Vermögens)
7. Völlige Diskretion
8. Konkursprivileg für Unternehmer

Dank der zahlreichen Fachleute unter den Zuhörern entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Ergebnis war, dass man, solange die Rahmenbedingungen in Deutschland denen der ausländischen Märkte noch nicht 1/1 angepasst sind, mal über „finanzielles Auswandern“ nachdenken kann.

Bilder von der Veranstaltung
  • Willi Reiss, Peter Herrmann, Rolf D. Neuburger, Wolfgang Barth-Frey
  • Corinna Voitl
  • Dr. med Kuropka, Dr. med Martina Bayerl (die Referenten der nächsten Veranstaltung), Rolf D. Neuburger
  • Andreas Zeitz, Bernhard Ammann
  • Wolfgang Barth-Frey (Referent), Ines Kück
  • Gäste der GfA
  • Gäste der GfA
  • Regina und Karl-Heinz Ostermeier
  • Werner Srehle, Gast GfA
  • Gäste GfA
  • Johannes Kopp, Andreas Zeitz, Max Samer
  • Angelika Fischer, Max Samer
  • Willi Reiss (Sponsor des Abends), Marlene Schön, Andreas Schön
  • Gäste
  • Gäste
  • Dr. Gerhard Steinruck mit Nachwuchs
  • Ca. 70 Teilnehmer erfuhren, dass im Anlagebereich noch andere Gesetze Vorteile bringen können.
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